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01.02.18

Herren Blue: Sieg im Güggeli-Kampf gegen den TV Uznach

Zog die Spieler in seinen Bann: Der Supervollmond vom 30. Januar 2018

Giftig geführter Zweikampf zwischen Blue und Uznach

Am Dienstagabend nahm der TV Uznach den Weg nach Winterthur unter die Räder um in der Eulachhalle gegen Blue Winterthur um dringend benötigte Punkte zu kämpfen. Die St. Galler befinden sich seit der Niederlage gegen Pfadi Winterthur DRÜ auf dem letzten Tabellenplatz und haben das Messer am Hals. Anders die Gemütslage beim Tabellenführer Blue Winterthur, der dank der Niederlage von Küsnacht gegen Kloten die Möglichkeit hatte, das Polster auf das Zweitplatzierte Star-Ensemble vom Zürichsee auf 3 Punkte auszubauen.

 

Coach Bou musste aus verschiedenen Gründen auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten. Reto Sutter, Philipp Rüeger, Roger Läng und Daniel Gehrig waren unpässlich, entsprechend nahmen lediglich 2 Feldspieler auf der Ersatzbank Platz. In der Startphase zeigte der Uzner Rückraum-Shooter Claudio Meier seine Klasse und netzte mehrfach sehenswert ein. Zwar visierte er mit seinen Würfen stets dasselbe Ziel an (oben rechts), doch Torhüter Haupt war trotz seiner stolzen Körperlänge nicht in der Lage, die präzisen Geschosse aus dem Winkel zu fischen. Nachdem sich der Abwehrverbund des Heimteams besser auf Meier eingestellt hatte, fiel es den Einrosenstädtern immer schwerer, zu Torchancen zu kommen. Zudem spielte Blue im Angriff sehr solide und kreierte regelmässig gute Einschussgelegenheiten. Mesut Taracar, Jonas Steiner und Urs Schärer sowie Interims-Kreisläufer Marc Meili präsentierten sich in bester Spiellaune. Über ein 6:3 erspielte sich Blue einen 12:6-Vorsprung, dann riss im Angriff der Faden. In total 8 Minuten Überzahlspiel brachte Blue gerademal 1 Törchen zustande. Inbesondere die Flügelspieler sündigten im Abschluss und scheiterten Mal für Mal am gut aufgelegten Uznach-Hüter Richartz. Einige Ballgewinne vermochten die Uzner mittels Gegenstosstoren zu nutzen, allerdings merkte man in dieser Phase, dass das Selbstvertrauen des Tabellenschlusslichts in dieser Saison etwas gelitten hatte. Die Schwächephase des Heimteams wurde so nur moderat bestraft, wobei sich der Winterthurer Unmut ob der eher schwachen Vorstellung nun in einigen Nebenschauplätzen entlud. Die Schiedsrichter waren um ihre Aufgabe nicht zu beneiden, wurde doch nun jeder Pfiff lautstark kommentiert.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde der Tonfall auf dem Platz ruppiger. Mutmasslich vom Super-Vollmond getrieben, kam nun bei praktisch jeder Aktion Hektik auf, da nun auf beiden Seiten kräftig und teilweise regelwidrig zugepackt wurde. Man wähnte sich ob der aufplusternden Gesten und schäumenden Gesichtsausdrücken in einer Mexikanischen Hahnenkampf-Arena. Dem Rückraum-Mitte vom TV Uznach schien die Mondstrahlung am schlechtesten zu bekommen. Gefühlt war er an diesem Abend der grösste Gockel im Stall. Ob Gegner, Schiedsrichter oder Mitspieler, alle bekamen sie vom eher durchschnittlich aufspielenden 1-fachen Torschützen ihr Fett ab. Die zweite Halbzeit ist damit rasch erzählt: Uznach beschäftige sich mit dem aufkeimenden, teaminternen Schwellbrand, Blue hielt die Drehzahl auf reifenschonendem Niveau und tuckerte einem ungefährdeten Heimsieg entgegen. Der Vorsprung bewegte sich stets irgendwo zwischen 4 und 7 Toren, wobei in der Schlussphase die Blue-Abwehr in den Schongang zurückschaltete. Als Uznach in der Schlussphase eine doppelte Manndeckung auf Taracar und Steiner ansetzte, brachte Taktik-Fuchs Bou einen siebten Feldspieler aufs Parkett. Mit 5 gegen 4 hatten die Blue-Angreifer wenig Probleme, sich gute Abschlusspositionen zu erspielen. So verpuffte auch der letzte Versucht der Gäste, in der Eulachhalle trotzdem noch an Zählbares heranzukommen. Mit 32:25 holte sich Blue den nächsten Heimsieg und zwei weitere Zähler.

 

Das nächste Meisterschaftsspiel steht für Blue erst am 24. Februar (14.00 Uhr, Zürich Stettbach) gegen Schamendingen an. Bis dahin arbeitet das Gros des Teams vor allem im konditionellen Bereich, währenddem sich andere in der karibischen Sonne bei Rum und Zigarre den Pelz bräunen. Jeder bekommt halt das was er verdient. 



Kategorie: TopNews, Männer - 2.Liga

Von: Markus Haupt


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