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09.09.18

SPL1: Den möglichen Sieg leichtfertig verspielt

Als Yellow knapp neun Minuten vor Schluss mit 21:19 führte, hoffte man aus Winterthurer Sicht, dass die Einheimischen das Ding irgendwie nach Hause schaukeln und die Punkte in Winterthur bleiben. Dies, obwohl die Yellow Spielerinnen bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrfach fahrlässig mit klarsten Tormöglichkeiten umgegangen waren. Noch und noch scheiterte man aus allerbester Abschlussposition an Desirée Ligue, der Torhüterin von GC.

Ohne die starke Leistung der GC Schlussfrau schmälern zu wollen, muss man festhalten, dass viele der Würfe äusserst schlecht platziert waren. War Ligue einmal nicht zur Stelle, rette in vielen Fällen die Torumrandung für die Stadtzürcherinnen.

Yellow gelang es auch in der Schlussphase nicht, die Trefferquote zu verbessern und so kam, was aus Winterthurer Sicht nie hätte passieren dürfen: GC drehte das Spiel noch einmal und erzielte in der verbleibenden Spielzeit 6 Tore und fuhr damit einen 25:22-Sieg ein.

Dieser Erfolg war nicht gestohlen, hat doch das Team von Toni Kern auch nach zwischenzeitlichen 3-Tore-Rückstand unbeirrt weitergekämpft und an seinem Gameplan festgehalten. Mit diesem gelang es GC immer wieder, die starken Flügel freizuspielen, welche wenig Mühe hatten, ihre zahlreichen Tore zu erzielen.

 

Bei Yellow war man nach dem Schlusspiff mehr als bedient und rätselte darüber, was die Gründe für diese eklatante Abschlussschwäche waren. Auch wenn die Niederlage nicht ganz einfach zu verdauen ist, muss die Mannschaft nach vorne blicken und die einmonatige Pause bis zum nächsten Meisterschaftsspiel optimal nutzen, damit im Oktober dann endlich Leistungen gezeigt werden können, welche dem Potenzial dieser Mannschaft eher entsprechen.



Kategorie: TopNews, Frauen - Premium League

Von: Matthias Müller


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