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08.11.19

SPL1: Schwierige Zeiten für die Yellow Frauen

Gegen Rotweiss Thun setzte es für die Yellow-Frauen mit 24:12 Toren eine weitere deutliche Niederlage ab.

Weil die Berner Oberländerinnen am Wochenende im Europacup im Einsatz stehen, musste Yellow die Reise nach Thun bereits am Mittwoch antreten.

Wie schon in den vergangenen Spielen liefen die Winterthurerinnen mit einem arg dezimierten Kader auf: Momentan fehlen Trainer Fabian Schäfli nicht weniger als sechs verletzte Stammkräfte, welche nicht adäquat ersetzt werden können. Die Konsequenz davon sind Leistungen, wie sie die Zuschauer an diesem Abend in der Gotthelf Halle von den Gästen vorgesetzt erhielten.

 

Schon sehr früh war eine gewisse Ratlosigkeit in den Offensivbemühungen der Winterthurerinnen erkennbar, lief man doch praktisch ab dem ersten Angriff regelmässig in ein Zeitspiel hin und musste dann unter Druck den Abschluss suchen. Dies war die logische Folge des von vielen Fehlern und Missverständnissen geprägten Angriffspiels der Winterthurerinnen, in welchem wenig bis gar nichts wie gewünscht funktionierte.

Anstatt zu versuchen, mit Druck und viel Bewegung ohne Ball, Löcher in die robuste Abwehr der Thunerinnen zu reissen, wurde das Heil viel zu oft in häufig unmotivierten Einzeldurchbrüchen gesucht, welche in den wenigstens Fällen erfolgreich gestaltet werden konnten. Dass nach etwas mehr als 20 Spielminuten das Score aus Winterthurer Sicht nur 7:10 lautete, war dem Umstand zu verdanken, dass auch das Heimteam keinen sonderlich guten Abend einzog und Lea Fischbacher im Yellow-Tor einige starke Paraden zeigte.

Die Winterthurerinnen hatten sogar die Möglichkeit, in dieser Phase noch näher an die Berner Oberländerinnen heranzukommen, nahmen sich dann aber kurz vor der Pause mit zwei Zeitstrafen gleich selber wieder aus dem Spiel.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Yellow Offensive schon fast ihr ganzes Pulver verschossen, erzielte man doch in den restlichen 40 Spielminuten noch mickrige 5 Tore! Da es an diesem Abend auch um die Abwehr der Gelben nicht sonderlich gut stand, konnten sich die Thunerinnen ohne Probleme je länger je weiter vom Gäste Team absetzen. Dass Silja Mützenberg, sie hütete in der zweiten Halbzeit das Yellow Tor, mit einer Quote von 45% gehaltenen Schüssen die mit Abstand beste Yellow Akteurin war, spricht Bände. Es war alleine ihr zu verdanken, dass die Niederlage am Schluss nicht noch viel deutlicher ausfiel.

 

Für die Yellow-Frauen steht nun noch ein Meisterschaftsspiel an, bevor es ab Mitte November in eine Meisterschaftspause geht, welche bis Anfang Januar dauert. Für die Mannschaft von Fabian Schäfli kommt diese Pause keinen Moment zu früh und es ist zu hoffen, dass die Mannschaft nach der geplanten Rückkehr der einen oder anderen aktuell verletzten Spielerin im Januar leistungsmässig wieder dort anknöpfen kann, wo man stand, bevor die Verletzungsserie einsetzte.



Kategorie: TopNews, Frauen - Premium League

Von: Matthias Müller


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