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10.03.19

SPL1: Yellow verliert Derby

Nach einer vor allem offensiv dürftigen Leistung unterliegen Yellow’s Frauen dem Kantonsrivalen GC Amicitia mit 19:20 und steckt nun mitten im Abstiegskampf.

Agnes Rutqvist, Fotograf Felix Walker

Luana Feller, Fotograf Felix Walker

Flavia Kashani, Fotograf Felix Walker

Stéphanie Lüscher, Fotograf Felix Walker

Zwei Minuten vor Schluss lagen Yellow’s Frauen in diesem wichtigen Heimspiel scheinbar vorentscheidend mit 17:20 Toren im Hintertreffen, doch nach zwei erfolgreichen Abschlüssen innerhalb kürzester Zeit, konnte Yellow den Abstand eine halbe Minute vor Spielschluss noch einmal auf ein Tor verkürzen.

Beim Versuch, den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen, unterlief den Gästen aus Zürich in der Folge ein technischer Fehler und Yellow gelangte so, wenigen Sekunden vor Abpfiff, noch einmal in Ballbesitz. Was dann folgte, war aus Winterthurer Sicht sinnbildlich für die Leistung der Gelben an diesem Abend: der Gegenstosspass von Ria Jugovic auf Stéphanie Lüscher geriet zu weit und so konnte das Heimteam die unverhoffte Ausgleichschance nicht mehr nutzen.

Es wäre auch etwas gar viel Lohn gewesen für eine, vor allem offensiv, sehr dürftige Leistung und so ging der Sieg Stadtzürcherinnen an diesem Abend in Ordnung.

Dass das Spiel unter keinem guten Stern stehen sollte, zeichnete sich für Yellow bereits nach wenigen Minuten ab, als sich die bereits angeschlagen angetretene Agnes Rutqvist, den kleinen Finger an der Wurfhand ausrenkte. Zwar konnte die Schwedin mit einem Tape weiterspielen, erreichte aber in der Folge bei weitem nicht ihr gewohntes Rendement.

Überhaupt war es kein handballerischer Leckerbissen, welche die Zuschauer in der Eulachhalle vorgesetzt kriegten, denn auch GC Amicitia, wie Yellow ersatzgeschwächt angetreten, spielte in der Offensive nicht wirklich überzeugend. Die Gäste lagen praktisch in der ganzen ersten Halbzeit in Führung und erst kurz vor Halbzeitpfiff konnten die Winterthurerinnen zum Pausenstand von 8:8 ausgleichen.

 

Wer gehofft hatte, dem Heimteam würde in Halbzeit zwei eine Leistungssteigerung gelingen, sah sich schon rasch enttäuscht. Zwar ging Yellow noch mit 9:8 Toren in Führung, dies sollte aber an diesem Abend für das Heimteam das letzte Mal sein. In der Folge legte GC Amicitia wieder vor und gab den Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr ab.

Die Offensive der Winterthurerinnen war über die ganze Spieldauer nicht auf der Höhe der Aufgabe: es wurde viel zu statisch und mit zu wenig Druck gespielt und so konnte sich GC Amicitia defensiv gut auf das Heimteam einstellen. In solchen Situationen macht sich das knappe Kader der Winterthurerinnen schmerzhaft bemerkbar, fehlt es doch im Moment an Wechselmöglichkeiten, wenn einige der Stammkräfte, wie in diesem Spiel, einen schwachen Abend einziehen.

Deshalb gewannen die Stadtzürcherinnen am Schluss verdient, auch weil sie den Sieg an diesem Abend wohl etwas mehr wollten als das Heimteam.

 

Für Yellow kommen nun Spiele und Wochen der Wahrheit, gelingt den Spielerinnen keine Leistungssteigerung, dann dürfte der Ligaerhalt zur Zitterpartie werden.



Kategorie: Frauen - Premium League, TopNews

Von: Mätthias Müller


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